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free food as in software ?

  • Wie viele von euch benutzen Linux?
  • Wie viele von euch kaufen einen Grossteil ihrer Nahrung im Supermarkt oder bei Fastfoodketten, etc. ? Wenn euch jemand sagt ihr sollt ihm einen sicheren Webserver aufsetzten, würde euch in den sinn kommen, windows98 mit norton und avira zu nehmen?

Die Nahrung die man aufnimmt ist das aus was man letztendlich besteht, bzw wie man sich entwickelt.

Vergleichen wir mal den Samen einer Pflanze mit dem Kernel von einem Betriebssystem. Nehmt ihr lieber einen Kernel, den ihr bei Montkernel kauft, und wo ihr schon im vorhinein wisst, ihr müsst bald einen neuen kaufen, bzw. eine neue Pflanze, weil diese Hybridkernel im Gegensatz z.B. zum Demeterkernel nur ein Jahr halten. und die Rechte bzw das Patent von dem Hybridkernel liegt in unserem Fall natürlich bei Montkernel.

Montkernel produziert Kernel für perfekt ausehende Äpfel. Leider bestimmt dabei Montkernel den Preis für die Äpfel, sie schmecken auch nicht so perfekt wie sie aussehen und wenn man einen Apfel im Boden vergräbt, wird im nächsten Jahr leider nur ein kleiner Trieb mit einem Blatt kommen, auf dem „bitte Lizenz kaufen“ steht.

Nicht so bei dem freien Kernel. Hier variiert die Art und das Aussehen, was aber auch gut so ist. Mehr Auswahl ist in diesem Falle besser, und bedeutet man hat mehr Möglichkeiten sich für den zu ihm passendem Kernel zu entscheiden. Man kann sogar seinen Kernel kopieren und verschenken, ohne die Angst zu haben, das Lizenztriebe kommen.

Wie verhält es sich nun mit der Wiederstandsfähigkeit? Montkernel betreibt Monokernelplantagen, wo auf der ganzen Plantage ein und derselbe Kernel wächst. Was natürlich zum Nachteil hat, sollte sich einmal ein Virus oder ein Wurm auf die Plantage verirren, leicht die ganze Plantage infiziert werden kann und umkippt. Bei userem freien Kernel ist so etwas von vorn herein ausgeschlossen, da es auf dieser Plantage eine unmenge verschiedener Kernelkulturen gibt, und man eben die Möglichkeit hat, sobald ein bestimmer Kernel von Schädlingen befallen ist, auf einen anderen Kernel auszuweichen.

Pei Permakultur geht es im grossen und ganzen darum die jeweiligen verschieden Pflanzen nach ihren jeweiligen Eigenschaften zusammenzustellen, und so Pestizid- und Chemiedüngerfrei anzubauen. Linux verhält sich da ein bisschen wie eine Permakultur bei den Betriebssytemen, da es so eine imense vielfalt an Distributionen gibt, für die man sich entscheiden, und die man evtl. sogar selbst weiter entwickeln kann.

In Berlin gibt es z.B. den Kernelstattgarten, wo sogar auch des öfteren richtige Programmierer sind, und sich sowohl über richtige, als auch Pflanzenkernel unterhalten. Für die aus dem Umkreis, haben wir den Kernelhein Pfinztal gelistet, wo man wunderbare Äpfel, und anderes Obst frei ernten kann. Der Besitzer des Garten ist froh wenn es jemand nimmt.

Deshalb helft Robin und den Rebellen endlich das Zeitalter der grünen Renaissance einzuleuten. Werdet selber zum Rebell, und helft ShareFoodForest ein freies Kernelnetzwerk zu erschaffen, bei dem alle Kernel frei und unterschiedlich sind. Ihr könnt uns helfen, Dataentries über Pflanzen auf unserer Wiki zu erstellen/importieren, oder vielleicht einfach selber einen kleinen Kernelgarten anlegen, wo die Kernel auch schmecken, und man weiss was man hat. Manchmal auch nicht, aber das gehört dazu, und hilft einem die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Ihr findet uns im Netz unter http://sharefoodforest.org - thx 4 listening

pi