Acker-Winde

drawing:
drawing: ackerwinde.png
latin name:
Convolvulus arvensis
english name:
field bindweed
application:
Fieber, Blähungen, Verstopfung, Gallenschwäche, Menstruationsbeschwerden, Insektenstiche, Schlecht heilende Wunden, Geschwüre, Offene Beine, harntreibend
use:
Blätter, Blüten, Kraut, Wurzel
substance:
Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Glykoretine, Glykoside, Harzglykoside, Herzaktivierende Glykoside, Tannin, Alkaloide
timeofharvest:
Sommer

Kurze Info

Die Ackerwinde ist eine windende, mehrjährige, krautige, leicht giftige Pflanze. Sie bildet im Boden ein dichtes Netzwerk von knotig verdickten „Wurzelsträngen“ aus, die immer wieder neue Sprossen hervor treiben, selbst wenn man die Pflanze oberflächlich gejätet hat. Außer auf Äckern findet man die Ackerwinde auf Wegen, Wiesen und Schuttplätzen. Sie gedeiht auch an trockenen Standorten.

Obwohl sie hübsche, zarte, rund 4–5 cm große Trichterblüten besitzt, ist sie in Gärten, auf Feldern und Weinbergen nicht gerne gesehen, weil sie sich an Kultur- und Zierpflanzen emporrankt und mit ihrem eigenen raschen Wachstum deren Entwicklung hemmt. Ursprünglich in Europa beheimatet, kommt sie heute fast weltweit vor.

Die Volksheilkunde wendet die Ackerwinde gerne gegen Verstopfung, Gallenschwäche und Blähungen an. Auch übermässige Menstruationsblutungen werden mit der Ackerwinde behandelt. Äusserlich kann man schlecht heilende Wunden und Geschwüre damit behandeln, was durch die hautreizende Wirkung der Ackerwinde jedoch eine fragwürdige Anwendungsweise ist. Außerdem enthält die Pflanze psychoaktive Alkaloide, wie sie früher beispielsweise in „Hexensalben“ verwendet wurden.

Die Blüten bieten reichlich Nektar und Pollen für Wildbienen, Bienen, Käfer und Schmetterlinge, insbesondere für den Windenschwärmer. Auch vom Vieh werden die Pflanzen als Bestandteil von Heu gerne gefressen.

Achtung! Leicht giftig. Ackerwinde nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äusserlich anwenden.

pi