Kakao

drawing:
drawing: kakao.png
latin name:
Theobroma cacao
application:
Husten, Durchfall, Wechseljahrsbeschwerden, Wundheilung, Falten, anregend, entspannend, euphorisierend, stimmungsaufhellend, harntreibend
use:
Bohnen, Kakaobutter, Fruchtfleisch
substance:
Alkaloide, Theobromine, Theophylline, Beta-Sitosterol, Polyphenole, Vitamine, Glyzerin, Kakaobutter, Cumarine, Lecithin, Salicylate, Valeriansäure, Serotonin, Magnesium, Eiweiß

Kurze Info

Der Kakaobaum gehört zur Gattung Theobroma in der der Familie der Malvengewächse. Diese Gattung umfasst rund 20 Arten: immergrüne Büsche und kleine Bäume, die im Unterholz der Regenwälder Lateinamerikas wachsen.

Die Früchte haben eine ledrige Schale, sind gelb bis rot, 15–20cm lang und wiegen bis zu 500 g. Unter dieser äußerst harten Schale befinden sich in fünf Reihen angeordnet 30–60 weißliche Samen, die von einem weißen, süßen und schleimigen, sehr schmackhaften Fruchtfleisch (Pulpa) umgeben sind. Aus diesem wird in Brasilien frischer Saft gewonnen, der in Restaurants geordert werden kann, er schmeckt süß und fruchtig. Aus den Samen, den Kakaobohnen, wird nach einem mehrstufigen Umwandlungsprozess Kakaomasse, Kakaopulver und Kakaobutter zur Herstellung von Schokolade gewonnen.

Als Kakao bezeichnet man im Allgemeinen die Trockenmasse, die nach Fermentieren und Rösten der Samen des Kakaobaumes neben der Kakaobutter anfällt. Der Kakaobaum trägt Spaltkapsel-Früchte mit Samen, umgangssprachlich wird die Kapsel und der Samen als Kakaobohne bezeichnet. Ebenfalls als Kakao bezeichnet wird das aus Kakaopulver zubereitete Getränk, das oft unter Zugabe von Milch- und Zucker-Produkten hergestellt wird. Kakao ist ein wichtiges Exportprodukt zahlreicher Entwicklungslämder und der Grundstoff bei der Herstellung von Schokolade.

Zahlreiche Einzelstudien konnten bisher gesundheitsfördernde Effekte durch Kakaokonsum nachweisen. Kakao bildet ein komplexes Stoffgemisch aus mittlerweile 300 bekannten, verschiedenen Bestandteilen. Für die Gesamtwirkung aller Bestandteile als auch für die Wirkung einzelne Bestandteile konnten positive Effekte auf das menschliche Herz-Kreislaufsystem, auf das Nervensystem, das lymphatische und hormonelle System und das Immunsystem festgestellt werden.

Der Schokoriegelhersteller Mars, die Forschungsabteilung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums und der Computerkonzern IBM gaben am 15. September 2010 bekannt, 92% des Genoms des Kakaobohnen-Genotyps Matina 1-6 entschlüsselt zu haben. Das Genom ist auf einer Website frei zugänglich und soll zukünftig keinen Patentansprüchen unterliegen. Die Entschlüsselung soll Züchtungsfortschritte und Anbau erleichtern.

Die Tabakverordnung gestattet den Zusatz von Kakao zu Tabakprodukten.

pi