Mistel/Weißbeerige Mistel

drawing:
drawing: mistel.png
latin name:
Viscum album
english name:
mistletoe
application:
Bluthochdruck, Herzschwäche, Beschleunigter Puls, Arteriosklerose, Ödeme, Fieber, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Magenschwäche, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Diabetes (leichte Formen), Gallenschwäche, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, Chronische Arthrosen, Chronisches Rheuma, Gelenkentzündung, Wechseljahrsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterschmerzen, Gebärmutterblutungen, Gebärmuttergeschwülste, Weissfluss, Epilepsie, Heuschnupfen, Krampfadern, Ekzeme, Geschwüre, Eitrige Wunden, Krebs (therapiebegleitend), beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend
use:
Blätter, Zweige
substance:
Alkaloid, Asparagin, Bitterstoff, Harz, Histamin, Inositol, Oleanolsäure, Pyridin, Saponine, Schleim, Tyramin, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin, Xanthophyll, Zink
timeofharvest:
Spätherbst, Winter und Frühling

Kurze Info

Die Weißbeerige Mistel wächst als sattgrüner - im Falle der selteneren männlichen Exemplare: gelblich-grüner - immergrüner Strauch parasitierend auf anderen Gehölzen. Dieser Halbschmarotzer sitzt auf den Ästen von Bäumen und entzieht Wasser und darin gelöste Mineralsalze aus deren Holzteil. Misteln sind, mit mehreren Unterarten, in fast ganz Europa anzutreffen, so von Süd-Italien bis Südschweden, außerdem durch das gemäßigte Eurasien bis hin nach Japan.

Mistelsamen werden von Vögeln gefressen und gelangen mit ihren Ausscheidungen („Vogelmist“) wieder auf die Bäume.

Misteln eignen sich sehr gut für Wildgärten, da sie einfach anzupflanzen sind, denn es reicht aus, die frischen noch klebrigen Samen an eine junge Borke eines geeigneten, nicht mistelfesten Wirtsbaumes anzuheften.

Kaum eine Pflanze der heimischen Flora ist von so vielen Legenden und Mythen umrankt und gleichzeitig botanisch und medizinisch so interessant wie, die Mistelpflanze.

Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt. Der Misteltee büßt beim Kochen oder Brühen zu viele Heilstoffe ein und sollte deswegen nur über Nacht im kalten Wasser angesetzt werden. Außerdem werden die leichten Giftstoffe, die die Mistel enthält,  nicht durch den Kaltauszug gelöst, der sich ohne Bedenken trinken lässt.

Die Mistel kann sowohl gegen zu hohen als auch gegen zu niedrigen Blutdruck helfen.

In den Wechseljahren kann die Mistel die typischen Wechseljahrsbeschwerden lindern und auch gegen Menstruationsbeschwerden hilft die Mistel.

Der Misteltee steigert auch Verdauung und Stoffwechsel, sodass sie bei Beschwerden der Verdauungsorgane und Stoffwechselstörungen eingesetzt werden kann. Durch die Stoffwechsel-Wirkung hilft die Mistel gegen rheumatische Beschwerden. Sie stärkt auch die Nerven und kann daher Kopfschmerzen und Schwindel lindern.

Die Misteltherapie wird bis heute zumeist innerhalb der anthroposophischen Medizin zur Behandlung von Krebs eingesetzt.

Nicht in der Schwangerschaft anwenden!

pi