Rispenhirse

latin name:
Panicum miliaceum
english name:
panic grass
application:
Alterserscheinungen, Zivilisationskrankheiten, Linderungsmittel, Pilzkrankheiten, aufbauend, augenstärkend, entgiftend, gewebestärkend, nervenstärkend
substance:
Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Kalium, Eiweiß, Kohlenhydrate, Kieselsäure, Linole, Lezithin, Mineralien, Phytinsäure, Ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Eisen
timeofharvest:
Herbst

Kurze Info

Die Rispenhirse ist eine der am frühesten domestizierten Getreidearten, ihr Ursprung liegt in Zentralasien. Sie wird seit Jahrtausenden als Getreidepflanze in der Alten Welt angebaut und ist vielfach verwildert. Sie ist weniger wärmebedürftig als andere Hirse-Arten. In Europa von Kartoffel und Mais verdrängt wird sie heute noch in weiten Teilen Asiens angebaut. Ihre Bedeutung als Heilpflanze ist eher gering und wird heute höher eingeschätzt, da die Kieselsäure in der Rispenhirse verjüngt und den Körper entgiftet.

Im Mittelalter war sie in Mitteleuropa ein wichtiges Nahrungsmittel und galt als das „Brot des armen Mannes“. Die Hirse muss erhitzt, gekocht oder geröstet werden um die wertvollen Stoffe nutzbar und die ungünstigen Stoffe unschädlich zu machen. Die Früchte werden als Korn, Brei und Brot verzehrt oder auch zu Hirsebier verarbeitet. Seit etwa 100 Jahren findet fast kein Hirseanbau mehr in Deutschland statt, erst in den letzten Jahren findet in der Öko-Landwirtschaft ein neuer Anbau statt. Man sucht nach Saatgut und Genen der alten und verschollenen Sorten.

Sie wächst in Mitteleuropa wild auf Schuttplätzen, Bahnanlagen und in Häfen. In Gärten verwildert sie meist aus Vogelfutter.

Das Stroh ist als Futter für Wiederkäuer gut geeignet.

pi