Sanddorn

latin name:
Hippophae rhamnoides
english name:
sea buckthorn
application:
Erkältung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Darmentzündung, Vitamin-C-Mangel, Frühjahrsmüdigkeit, Immunsystem steigernd, Gicht, Herzschwäche, Müdigkeit, Hautprobleme, Akne, Dekubitus, Strahlenschäden, Leichte Verbrennunge, schlechte Laune, adstringierend, tonisierend
use:
Früchte, Samen
substance:
Vitamin C, Vitamin B12, Vitamin E Beta-Carotin, Öl, Gerbstoffe, Gerbsäure, Beta-Sitosterol, Flavone
fertilizer:
Errosionsschutz

Kurze Info

Der botanische Gattungsname Hippophae enthält die beiden griechischen Wörter hippos (Pferd) und phaes (leuchtend).

Der Sanddorn wächst als sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 6 Metern und verfügt über ein tiefreichendes und weitstreichendes Wurzelsystem, das sich 1,5 bis 3 Meter in die Tiefe und in waagrechter, bzw. schräger Richtung bis zu 12 Meter nach allen Seiten erstreckt.

Er beugt vor allem gesundheitlichen Problemen vor, die durch einen Mangel an Vitamin C entstehen können, denn der Vitamin-C-Gehalt des Sanddorns ist deutlich höher als in Zitrusfrüchten. Nur Hagebutten können es in Puncto Vitamin-C mit dem Sanddorn aufnehmen und so kann man ihn gegen Erkältungsneigung, Erkältung und nach langen Krankheiten einsetzen.

Eine Besonderheit des Sanddorn ist jedoch sein Gehalt an Vitamin B12. Dadurch gehört es zu den wenigen pflanzlichen Nahrungsmitteln, die dieses Vitamin enthalten.

Sanddorn wird dadurch zur wichtigen Vitamin-B12-Quelle für Veganer, die vollständig auf tierische Nahrungsmittel verzichten. Als Getränk wird Sanddorn oft als Fruchtsaft oder aber Mutterfruchtsaft angeboten, auch Konfitüre oder Fruchtaufstrich kann aus Sanddorn hergestellt werden.

Für den Frischverzehr hat Sanddorn eher eine geringe Bedeutung. Ansonsten existieren ähnliche Verwendungsmöglichkeiten wie bei anderen Beerenfrüchten, wobei die Verwendung als Fruchtmus, Fruchtsaft und, in getrockneter Form, als Gewürz herausragt. Aus den Früchten kann man auch einen Tee zubereiten.

Auch das Öl aus den Sanddorn-Samen und aus dem ölhaltigen Fruchtfleisch ist sehr wertvoll.

Man kann daraus Hautcremes herstellen, die die Haut jung halten. Das Öl hilft auch bei der Heilung von Verbrennungen und Geschwüren durch Wundliegen.

Titel vergessen

Im Garten- und Landschaftsbau wird der Sanddorn gerne als Heckenpflanze und Vogelnährgehölz verwendet. Für eine Ansiedlung in kleineren Zier- oder Nutzgärten ist der Sanddorn weniger geeignet, da er durch seine ausgeprägte Wurzelbrut und das weitstreichende Wurzelsystem dazu tendiert, Nachbarpflanzen zu verdrängen und die Pflanzfläche weitflächig zu durchwurzeln.

Allerdings zeichnet er sich durch Windbeständigkeit, Salztoleranz und ein weitstreichendes Wurzelsystem aus und wird daher gerne zur Bodenbefestigung sandiger Standorte wie Dünen, Fluss- und Küstengebiete eingesetzt. Er kann als Pionierpflanze auf Rohboden gedeihen, baut mit Hilfe der mit ihm in Symbiose lebenden Frankia-Aktinomyzeten langsam den Humusgehalt auf und bereitet so den Boden für anspruchsvollere Folgepflanzen vor. Eine Sanddornhecke entwickelt dichtes Astwerk und dient zahlreichen Vögeln als Nistgehölz und Unterschlupf, und kann auch als Viehzaun genutzt werden.

Das Holz des Sanddorns zeichnet sich durch einen schmalen gelben Splint und lebhaft braunen Kern aus. Es ist dauerhaft, feinfasrig, mittelschwer und gut polierbar und findet als Drechsler- und Brennholz Verwendung. Da es Quercetin enthält, kann es auch zum Gelb- und Braunfärben genutzt werden.

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