BioDünger

Biodünger (auch Bio-Dünger) sind Substanzen, die dem Bereich der Bioeffektoren zugerechnet werden. Als Bioeffektoren werden lebende Mikroorganismen sowie Wirkstoffe aus Pflanzen, Pflanzenrückständen und Abfällen bezeichnet, die das Wachstum, die Nährstoffaneignung und die Widerstandskraft von Kulturpflanzen gegenüber Pflanzenkrankheiten und Stressfaktoren fördern.

Pflanzliche Lösungen

Die geeignete Pflanze und deren Wirkung bzw Inhaltsstoffe findet ihr in unserer Pflanzen Datenbank.

Phosphordünger

Außer in Mineralien kommt Phosphor auch in Ablagerungen von Vogelkot von Meeresvögeln, dem sogenannten Guano (enthält 7–8 %, selten bis 60 % Chilesalpeter und maximal etwa 40 % Phosphate)[18] vor. Dieser findet sich vorwiegend auf einigen Inseln im Pazifischen Ozean, wie Nauru oder Kiribati und in Südamerika (Peru/Chile). Auf Nauru gehen die Phosphor-Vorräte seit Mitte der 1970er Jahre kontinuierlich zurück und sind mittlerweile fast völlig erschöpft.

Von den weltweit jährlich geförderten etwa 100 Millionen Tonnen an Rohphosphaten werden etwa 90 % zur Herstellung von Düngemitteln verwendet. Phosphor kann in Düngemitteln durch keinen anderen Stoff ersetzt werden.[19]

Phosphor hat auch in der organischen Welt eine wichtige Bedeutung und kommt in verschiedensten Bereichen der Fauna und Flora vor: etwa als Hydroxylapatit Ca5(PO4)3OH, der einer der Hauptbestandteile der Gerüstsubstanz ist, die in Knochen und Zähnen vorkommt. Weiterhin spielen Phosphorverbindungen als Bestandteile der Nukleinsäuren und als Bestandteil des Energieträgers ATP eine wichtige Rolle in lebenden Organismen.

Hühnermist

Hühnermist ist sehr aggressiv, deshalb sollte man auch nie frischen zum Düngen verwenden. Zudem soll es besser sein, wenn man den Mist rund ein Jahr trocknen lässt und erst dann damit düngt, da nach diesem Jahr mögliche Krankheitserreger abgetötet sind. Aber nachdem dieser Mist von “glücklichen Hühnern” stammt, die täglich im Freien herumlaufen.

Die Inhaltsstoffe von getrocknetem (!) Hühnermist:

  • Ca. 3 bis 4 % Stickstoff
  • Ca. 3 bis 5 % Phosphor
  • Ca. 2,5 % Kalium
  • Ca. 7 bis 14 % Kalk
  • Ca. 30 bis 70 Prozent organische Substanzen
  • Viele Spurenelemente

Pferdemist

Pferdemist gilt als „hitzig“, ein Ausdruck dafür, dass bei seiner Zersetzung im Vergleich zum Dung anderer Tiere besonders viel Wärme freigesetzt wird. Daher eignet er sich besonders für Frühbeete. Bekannt ist auch die Verwendung beim Pflanzen von Erdbeeren.

Zu erwähnen ist die gegenüber Mineraldüngern oder Gülle langsamere Freisetzung der Pflanzen-Nährstoffe, was die Gefahr der Überdüngung verringert und eine unerwünschte Verunreinigung des Grundwassers herabsetzt.

Für einige Zierpflanzen sind Pferdeäpfel wegen des hohen Gehalts an Mineralstoffen und Zellulose als Nährstoffzufuhr ideal.

Jauche und Spritzmittel

Wie eine gut sortierte Apotheke hält die Natur selbst in Kräutern, Gemüsepflanzen, Sträuchern und Bäumen probate Mittel für Pflanzenschutz und Düngung bereit. Allerdings müssen diese Mittel in Form von Jauchen, Brühen und Tees angesetzt und verfügbar gemacht werden. Hierzu sind einige Kenntnisse über die Pflanzen, ihre Inhaltsstoffe, deren Wirkungen und die Herstellung der Spritzmittel nötig.

Optimal ist die Verwendung von nicht verschmutztem Regen- Bach- oder Flußwasser. Die Gefäße sollten mit einem Gitter oder Deckel luftdurchlässig verschlossen werden, damit Gase austreten aber Tiere nicht hineinfallen können.

Herstellung von Jauche

In einer Regentonne oder Eimer (nicht metallisch, da sonst chemische reaktionen die Jauche beeinflussen) im Regenwasser 1/3 des Gefäßes mit dem jeweiligen Kraut füllen, dann abdecken und in der Sonne stehen lassen. Durchgegorene Jauche muß 2 mal täglich gerührt werden und ist nach 10-14 Tagen (bei kühler Witterung länger) in einer Verdünnung von 1:20 als Flüssigdünger und für den Kompost verwendbar. Vergorene Jauche ist reif, wenn sie nicht mehr schäumt. Die beste Zeit zum Düngen ist kurz vor,während oder nach einem Regen.Nie die Jauche bei praller Sonne ausbringen.

Herstellung von Spritzmittel

Nach 2-3 Tagen kann frische Jauche zur Schädlingsabwehr in einer Verdünnung von 1:50 verwendet und als Spritzmittel verwendet werden. Besonders geeignet für die Herstellung der Spritzmittel sind Holzfässer. Heringsfässer müssen gut gebürstet, gebrüht und gelaugt werden, bevor sie verwendet werden. Plastikfässer sind wohl am ehesten verfügbar, sollten aber aus inerten Kunststoffen wie Polyethylen bestehen, weil ansonsten durch Freisetzung chemischer Verbindungen die Mikroorganismen geschädigt werden. Steingut-, Ton- und Emailgefäße sind ebenfalls geeignet.

Herstellung von Brühe

Die Kräuter 24 Stunden in kaltem Wasser einweichen,20 Minuten lang köcheln lassen,mit Abdeckung kalt werden lassen und die Reste ausdrücken.

Herstellung von Tee

Kräuter mit heißem Wasser übergießen und 24 Stunden stehen lassen,Kräuter mit ätherischen Ölen schon nach 1/4 Stunde spritzen.Wie auch bei sonstigen medizinischen Teezubereitungen immer den Teerest ausdrücken,damit möglichst alle Inhaltsstoffe verwertet werden.

Herstellung von Auszügen

Kräuter mit kaltem Wasser ansetzen und ca.12-24 Stundenin einem dunklen,kühlen Raum ziehen,aber nicht vergären lassen.Öfters umrühren.Verdünnung meist 1:10.

Hertsellung von Blütenextrakten

Blüten werden kurz vor dem Aufgehen abgeschnitten,angefeuchtet und stark zerkleinert.Anschließend die Masse in einen Textilsack geben und auspressen.Kühl in einem geschlossenen Fläschchen aufbewahren.

Literatur

pi