Kienspan

Kienspäne, Kienholz sind vierkantig oder flach gespaltene Stücke unterschiedlicher Längen aus harzreichem Holz, vorwiegend hergestellt aus Kiefer, Tanne, Fichte, Faulbaum, Lärche und Kirschbaum.

Holz mit übermäßigen Harzeinschlüssen wird kienig genannt. Kienholz entsteht durch eine äußere Verletzung der Baumrinde; der Baum produziert, um die Wunde zu schließen, mehr Harz, dieses Harz wird zur Wunde transportiert, lagert sich jedoch auch im Stamm und dort vorwiegend in den Markstrahlen ab. Nach einer gewissen Zeit verhärtet das Harz, wird kristallin, das Holz verkient. Fällt man dann den Baum und schneidet oder hackt man den Stamm bei allen Rindenverletzungen in kurze Stücke, die man wiederum der Länge nach in dünne, lange Späne spaltet, so erhält man den Kienspan.

Der Kienspan wird ähnlich wie einfaches Feuerholz erhitzt oder angezündet und dient somit für eine gewisse Dauer als Ofenanzünder oder Lichtquelle, wenn das Holzstück, mit der Hand oder anderen Hilfsmitteln in einem bestimmten Winkel austariert wird.

Der Kien gilt als älteste bekannte Grubenbeleuchtung in Mitteleuropa.

pi