Mulchen

Als Mulchen wird in Gartenbau und Landwirtschaft das klein- oder großflächige Bedecken des Bodens mit unverotteten organischen Materialien (Mulch) bezeichnet. Der offene Boden zwischen Gemüsepflanzen, Blumen, Sträuchern und Bäumen wird hierbei mit Rasenschnitt, Rinde, Laub, Blattwerk und ähnlichem bedeckt.

Mulchen ist ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Bodenfruchtbarkeit t und Bodengare und eine wichtige Technik im Rahmen der Reihenmischkultur sowie der Permakultur.

Vorteile

  • Schutz: Mulch hält bei Hitze den Boden länger kühl, und er erhält am Abend länger die Tageswärme. Dadurch wird die Vegetationsperiode verlängert. Auch der Feuchtigkeitsverlust des Bodens wird vermindert. Bei starkem Regen wird durch die Mulchschicht die Verschlämmung und das Auswaschen des Bodens, bei Wind Winderosion verhindert.
  • Nährstoffeintrag: Neben ihrer Schutzfunktion wird die Mulchschicht nach und nach kompostiert, und der entstehende Humus wirkt als organischer Dünger. Regenwürmer und andere Kleinlebewesen bringen das Mulchmaterial in tiefere Bodenschichten ein und wandeln es in wertvolle Pflanzennahrung um.
  • Unkrauthemmung: Durch den geringen Lichteinfall auf den Boden ist Unkrautwuchs auf der abgedeckten Fläche gebremst, aber nicht immer verhindert. ===== Nachteile =====
  • Ein Mulchbeet kann schlecht gehackt werden, ohne die Mulchschicht abzutragen.
  • Besonders auf schweren, lehmigen Böden behindert er die Erwärmung durch die Sonne.
  • Ein unerwünschter Nebeneffekt beim Mulchen ist auch, dass durch die organischen Gartenabfälle Schneckenbefall begünstigt werden kann, besonders bei dichtem, feuchtem Mulch wie frischem Grasschnitt.

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